Wir empfehlen beim Sex und vor allem beim Gebrauch von Sexspielzeug immer die Verwendung von Gleitmitteln – auch wenn viele meinen, sie hätten das gar nicht nötig – es flutscht einfach viel schneller viel besser viel länger und sorgt für ein garantiert "stressfreies" Liebespiel.

Wusstet Ihr, dass die körpereigene Lubrikation nicht nur typ- und altersabhängig ist, sondern auch zyklusbedingt? Wenn eine Lady mal nicht direkt feucht wird, hat das also nicht zwangsläufig etwas mit ihrer Lust oder Erregungsfähigkeit zu tun! Warum sollte frau also ihre sexuelle Aktivität nach der Feuchtigkeitsproduktion Ihres Unterleibs ausrichten, wenn sie so einfach ein wenig nachhelfen kann?

Superangenehm ist ein wenig Gleitgel auch zur Intimmassage. Nacken und Schultern werden schließlich auch mit Massageöl durchgeknetet. Und der Intimbereich ist ja mal echt empfindlich!

Bei Liebespielzeug ist Gleitgel meist ein Muss! Viele Toys haben eine leicht stoppende, rutschhemmende Oberfläche, die mit einer Idee Flutsch aber im Nu sehr gleitfähig wird. Manche Spielzeuge werden extra wegen einer ausgeprägten Struktur ausgewählt. Ein Tröpfchen Gel kann hier hilfreich sein, wenn die Reibung zu stark wird.

 

Wasser oder Silikon?

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Arten an Gleitgelen. Wasserbasierte Liquids und Silikonöle.

Die Silikongleitmittel haben eine ölig-seidige Haptik, bilden einen Film auf der Haut und können auch für großflächige Massagen verwendet werden, da sie niemals klebrig werden. Sie sind allerdings nicht so leicht abzuwaschen, wie die Produkte auf Wasserbasis.

Dafür sind sie wirklich komplett geruchs- und geschmacksneutral. Wasserbasierte Gleitgele dagegen haben eigentlich immer einen leichten chemischen Geruch. Die meisten Hersteller weisen dies zwar auf den Verpackungen gerne mal anders aus, sehr empfindliche Nasen werden es aber nicht leugnen können. Wir finden Geruch und Geschmack nicht wirklich störend, möchten Euch aber darauf hinweisen. 


Wenn wir im Laden Silikonöle empfehlen, rümpfen viele KundInnen spontan die Nase und glauben, sie kriegen jetzt eine Chemiekeule von Autowerkstattqualität verkauft. Dabei ist eigentlich das Gegenteil der Fall. Da Silikonöle ohne Konservierungsstoffe und Emulgatoren auskommen, sind sie gerade für empfindliche AnwenderInnen eine gute Wahl.

Wasserbasierte Gele fühlen sich authentisch an, es könnte sich genauso gut um ein körpereigenes Sekret handeln, leider werden Sie nach einiger Zeit etwas klebrig. Nämlich genau dann, wenn sich die Flüssigkeit aus der wässrigen Lösung durch Verdunstung oder Aufnahme über die Haut verabschiedet. Legt man ein Tröpfchen nach, flutscht es wieder wie zu Beginn. Allerdings sollten diese Gleitmittel nur im klassischen Sinn im Intimbereich angewendet werden, zu einer großflächigen Massage eignen sie sich nicht.

Zur Verwendung mit Silikontoys (Tobis Dildos, Funfactory, Lelo…) sind alle Gele auf Wasserbasis zu empfehlen sowie spezielle Silikon-Toyglides (Eros Toyglide Silicone). Die „normalen“ Silikongele können bei längerfristiger Anwendung die Silikonoberfläche von Spielzeugen angreifen und etwas schrubbelig machen. Außerdem hat man beim Reinigen den Eindruck, als würden die Gelreste nur ganz schwer wieder abgehen.

Bitte beachtet, dass Gleitmittel trocken und nicht im direkten Sonnenlicht gelagert werden sollten. Aromatisierte Gleitgele und wasserbasierte Gleitmittel ohne Konservierungsstoffe sind nach Anbruch nur beschränkt haltbar – meist ca 3-6 Monate. Wenn ein Gleitmittel zu alt ist, merken man dies aber ganz gut an Farbe und Konsistenz.  Silikonöle können auch schon mal ein paar Jahre auf dem Buckel haben und sind noch frisch.